
Ein Video mit der Bauanleitung findet man auch auf Youtube.


Die 12V LED Lampen haben intern einen Step-Up LED Treiber
(Stromregler). Der LED-Treiber IC hat normalerweise einen Dimm
oder Enable-Eingang, welcher zum Dimmen mit einem PWM-Signal
geeignet ist. Dieser wird normalerweise nicht genutzt. Mit einer
Kabelerweiterung kann dieser aber nutzbar gemacht werden.
Dazu werden
die Lampen geöffnet und die Elektronik erst mal analysiert. Dazu
im Internet mit der genauen Chip-Bezeichnung das Datenblatt suchen
und schauen, wo sich der Eingang befindet und ob er zum Dimmen mit
PWM geeignet ist.
Im Dimm-Signal wird ein zusätzlicher 1000 Ohm Widerstand eingebaut um den Chip zu schützen. Danach das neue Kabel einziehen und am anderen Ende das Dimm-Signal Kabel mit einem Kabel mit Buchse versehen. Vorteilhafterweise verwendet man die entsprechende Kabelfarbe aus.
Vor dem Zusammenbau der Lampe sollte die Funktion geprüft werden
indem man 12V einspeist. Bei offenem Dimm Signal leuchtet die
Lampe. Verbindet man das Dimm Signal mit der negativen Speisung,
sollt dei Lampe aus gehen.
Im Beispiel von BP1808 ist Pin 3 ein Dimm Eingang und nicht
angeschlossen.
Fertige Lampen

Bevor die Hardware Arbeiten ausgeführt werden, sollte die Software geladen werden, so wie hier beschrieben.
Dann wird erst der Spannungsregler auf 5V eingestellt. In dem hier
verwendeten, muss dazu die "Adj"-Verbindung zum Poti getrennt werden
und eine Lötbrücke bei "5V" erstellt werden.
Danach
Anschlusslitzen (müssen beweglich sein) für den Eingang vom Netzteil
(z.B. In+=Braun, GND=Blau) und Anschlussdrähte (müssen fest sein)
für den Ausgang zum Raspberry Pi Pico (z.B. GND=Schwarz, Out+=Rot)
anlöten.
Den Spannungsregler auf den Raspberry Pi Pico mit einem Montageband
anbringen und die Drähte entsprechend anlöten.
Ebenso die die Stiftleisten für das Mikrofon, die Lampensteuerung,
die Bedientasten anlöten. Sie müssen so gebogen werden, dass die
Kabelbuchsen anliegen da die Platzverhältnisse im Gehäuse eng sind.
Vorsichtig prüfen, dass kein Kurzschluss entstehen kann.
In diesem
Beispiel wird ein Potentiometer verwendet, welches mit dem
Mikrofonverstärker verbunden wird und zur Einstellung der
Verstärkung dient. Das ist normalerweise für den "Hausgebrauch"
nicht nötig da die Software im Raspberry Pi Pico eine automatische
Abstimmung hat. Es ist aber hilfreich, wenn sich das Mikrofon in der
Nähe eines sehr lauten Lautsprechers befindet und es zu einer
Übersteuerung kommt. Man kann so das Signal reduzieren ohne das
Gehäuse zu öffnen und am schwer zugänglichen Trim-Poti drehen zu
müssen.
Das Trimm-Poti auf der Platine wird auf den
maximalen Wert eingestellt.
Dann werden kleine Litzen einerseits am Trimm-Poti und
andererseits am Ausgang angelötet (Schema beachten). Der Ausgang
ist mit dem Schleifer des Trim-Potis verbunden und ist so
einfacher abgreifbar.
Verwendet man kein esternes Poti, stellt man das Trimm-Poti in die
Mitte.
Unten wird ein Drahtbügel angelötet, welcher der Befestigung auf
der Grundplatine dient.
Das
braucht etwas Fingerfertigkeit. Man kann sich aber auch eine
andere Lösung ausdenken.
- Erst die Seitenlöcher für Netzteilbuchse, Mikrofon und falls nötig das Potentiometer.
- Ein Stück beschichtete Roh-Platine wird so zugeschnitten, dass es in den Gehäuseboden passt.
- An den beiden Seiten mit Kupferdraht eine Seitenplatine anbringen, welche die Drucktaster tragen. Diese sind so ausgerichtet, dass man sie an der Seite des Gehäuses durch drücken betätigen kann.
- Danach wird die Platine mit dem Gehäuse fest verschraubt. Am besten von hinten bohren. Dann aus dem Gehäuse nehmen, die Schraube und Mutter einsetzen, die Mutter mit der Platine verlöten so dass am Ende nichts mehr verrutscht. Aber nicht im Gehäuse löten da es sonst schmilzt.
- Zusätzlich eine Mutter anlöten, mit welcher man die Klemmen befestigen kann.
- Kabel für die Drucktaster anlöten und testen (Schema beachten).
- Platine wieder einsetzen und fest schrauben.
- Deckel drauf und Schalter testen. Evtl. vorsichtig nachjustieren.
- Wenn alles okay ist, und wirklich okay, Mikrofon und Poti mit Draht an der Platine festlöten. Danach ist ein Entfernen nur mit dem Lötkolben oder dem Seitenschneider möglich.
- Netzteilbuchse
einsetzen und verkabeln. Jeder Anschluss bekommt 2 Kabel, ein
Kabel auf den Spannungsregler und eines zur Klemme (Schema
beachten). Die Kabel am besten durchs Loch ziehen, die Mutter auf
der Innenseite nicht vergessen. Schrumpfschlauch vor dem Verlöten
auf die Kabel, dann anlöten, Schrumpfschlauh drauf setzen und
erhitzen, Buchse einsetzen und mit der Mutter festschrauben. Erst
danach die Kabellänge zu den Klemmen anpassen.
- Lampenkabel einziehen so dass alle genau in die Klemmen passen. Zu lange Kabel können nicht richtig versorgt werden. Ausserdem sind Presshülsen von Vorteil da je 2 Kabel auf jeder Seiten in jede Klemme müssen.
- Kabel mit Kabelbinder fest machen so dass sie nicht
herauskommen.
- Lampenspeisung an den Klemmen anschliessen
(Schema beachten)
- Kabelbuchsen am Raspberry Pi Pico anstecken und prüfen, dass
alles so ausgerichtet ist, dass es auch ins Gehäuse passt.
- Funktion prüfen. Netzteil anschliessen.
- Beide Drucktasten gleichzeitig drücken. Die Software wechselt
in die Einstellungen und alle Lampen leuchten.
- Taste Rechts (+) erhöht die Empfindlichkeit, taste Linkls (-)
verringert sie. Das wird angezeigt durch die Helligkeit der
Lampen. Die möglichen Einstellungen werden hier beschrieben.
- Isolationsunterlage dazwischen legen so das keine
Kurzschlüsse entstehen können. Gut geeignet sind
ESD-Verpackungsfolien da sie relativ robust sind.
- Deckel schliessen, Fertig!